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Fragen an die Muenet

Ich habe kürzlich eine Mail mit einigen Fragen an die Muenet geschickt, die in den Infoveranstaltungen nicht oder nur unzureichend beantwortet wurden. Einen Tag später bin ich von einem kompetenten Herrn aus der Vertriebsleitung zurück gerufen worden.

Er hat mir sehr offen meine Fragen beantwortet:

  • Ist geplant eigenes Wartungspersonal oder das Personal eines Servicepartners vor Ort bereit
    zuhalten?
    • Die Muenet hat eigene Servicetechniker. Diese sitzen in Coesfeld. Bei Störungen sollten
      diese in 2-3 Stunden vor Ort sein. Die Techniker sollen die meisten Reparaturen sofort
      ausführen können (sofern nicht ein Bagger einen größeren Schaden angerichtet hat).
  • Werden Sie eine eigene Zuleitung (Backbone) aus Ihrem bereits vorhandenen Ausbaugebieten bis in
    die Eifel legen oder soll dieses angemietet werden? Wie sieht Ihr Redundanzkonzept dazu aus?
    • Die Backbone Übergaben und Leitungen befinden sich aktuell bereits im Bau. Das gesamte Hauptnetz wird in einem Ring betrieben werden – hier entsteht die Redundanz
      zu den Rechenzentren in Frankfurt & Düsseldorf. d.h. es gibt mindesten zwei Zuleitungen.
      Wenn eine Hauptzuleitung ausfällt übernimmt automatische die zweite Leitung.
  • Ihr Netz wird ja als Open-Access betrieben.
    Sind bereits Kooperationsverträge mit anderen Providern zum Open-Access Zugang abgeschlossen worden?
    • Aktuell gibt es keine bundesweiten Vereinbarungen mit anderen Providern. In einzelnen
      Ausbaugebieten gibt es Kooperationen, z.B. in Neuwied mit der KEVAG Telekom
  • Über welche alternativen Provider kann aktuell bei Ihnen ein Zugang gebucht werden, bzw. mit welchen konkreten Providern wird bereits darüber verhandelt?
    • Ich habe es so verstanden:
      Es gibt aktuell Verhandlungen, aber man möchte öffentlich noch nichts dazu verlautbaren.
  • Sie werden laut Infoveranstaltung bei Mehrfamilienhäusern die Glasfaserleitung lediglich bis in den Keller/Hausanschlussraum legen? Bieten Sie ggf. als weitere Inhousetechnik G.Fast an?
    • Es wird nur bis in den Keller / Hausanschlussraum gelegt. Von dort muss die Leitung
      bauseits per Kupfer oder LWL weiter geführt werden.
      G.Fast wird nicht angeboten
  • Welche Technologie wird bei Ihnen genutzt? AON oder GPON ?
    • Weder noch, sondern XGS
      Eine Gegenüberstellung der Techniken findet man z.B. unter https://www.imtest.de/tech-
      elektronik/aon-gpon-xgs-pon-glasfasernetze/605699
  • Wie sieht ihr zeitlicher Ablaufplan aus ? Wie lange brauchen Sie voraussichtlich von Beginn der Planungsphase bis zur ersten Inbetriebnahme eines Anschlusses / bis zum Abschluss des Projektes.
    Werden Sie in allen Ortsteilen zeitgleich bauen ? Falls nein, welche Reihenfolge ist geplant ?
    • Da wollte der Vertreter der Muenet nicht näher drauf eingehen, weil es zu sehr Glaskugel-
      Leserei wäre. Es wären allerdings einige erforderliche Genehmigungen bereits vorhanden.
  • Gerüchteweise soll der Ausbau in Monschau durch die GlasfaserPlus als Subunternehmer erfolgen.
    Ist dies korrekt, bzw. welche Firma soll den Ausbau vornehmen?
    • Nein, die Muenet hat ein eigenes Subunternehmen für den Ausbau
  • Welche Firma wird den technischen Betrieb des Glasfasernetzes durchführen?
    • Die Muenet betreibt eigene redundante Rechenzentren. Das Monitoring (Überwachung des
      Netzes) erfolgt aus diesen Rechenzentren
  • Werden Sie während des Ausbaus gezielt Informationen in den Orten über den Baufortschritt veröffentlichen?
    z.B. Wo steht der POP. Welche Straße ist von wann bis wann von Bauarbeiten betroffen.
    • Es können keine aktuellen Straßen oder Hausnummern genaue Informationen permanent
      bereit gestellt werden. Allerdings soll regelmäßig über den Baufortschritt auf der
      Projektwebseite, Facebook und Instagram berichtet werden.


      Nebenbei haben wir uns noch über die Ausführung der Verteilerkästen / POPs unterhalten.
      Die POPs werden voraussichtlich nur die Maße eines größeren KVZ (Telekom Verteilerschrank an der Straße) haben. Zum Vergleich haben die POPs der Deutschen Glasfaser die Größe einer Fertiggarage.
      Es wird keine unterirdischen Verteilerschächte geben, sondern kleinere oberirdische Verteilerschränke.
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